Beispiel für Perspektivenvielfalt
Nimm das Wort "fertig". Für die einen heisst es getestet und beim Kunden. Für die anderen: ein erster Entwurf. Dasselbe Wort, zwei Wahrheiten, eine verschobene Deadline und ein verärgerter Kunde.
Menschen sehen dieselbe Situation und halten ihre Sicht für die Realität. Dabei gibt es eine Vielfalt an Perspektiven, und das ist gut so. Wichtig ist, diese Perspektivenvielfalt zu sehen und in der Zusammenarbeit zu berücksichtigen. Drei Keynotes, darunter ein Modell, das Perspektive messbar macht.
Nimm das Wort "fertig". Für die einen heisst es getestet und beim Kunden. Für die anderen: ein erster Entwurf. Dasselbe Wort, zwei Wahrheiten, eine verschobene Deadline und ein verärgerter Kunde.
Steuere ich meine Welt, oder füge ich mich ihr?
Wie viel Nähe lasse ich zu und wo verläuft meine unsichtbare Grenze?
Brauche ich Plan und Ordnung, oder laufe ich im Offenen erst zur Form auf?
Ist Zeit ein knappes Gut, das ich einteile, oder ein Fluss, der vieles gleichzeitig trägt?
Gibt die Hierarchie den Takt vor, oder reden hier alle auf Augenhöhe?
Denke ich vom Prinzip ins Detail, oder vom Detail zum grossen Muster?
Zählt zuerst, wer jemand ist, oder zuerst, was er liefert?
Bin ich zuerst ich selbst, oder zuerst Teil der Gruppe?
Sage ich rundheraus, was ich meine, oder steckt das Wichtigste zwischen den Zeilen?
Treibt mich der Sieg, oder das gute Miteinander?
Jede Keynote nimmt ein paar Brillen mit und macht das sichtbar. Und weil alle auf demselben Modell stehen, lässt sich danach weiterarbeiten: das Team auf den zehn Dimensionen verorten und gezielt dort ansetzen, wo die Sichtweisen am weitesten auseinandergehen.

Diese Sichtweisen sind kein Zufall. Sie folgen Mustern. Zehn davon beschreibt das Cultural Orientations Model: zehn Dimensionen, auf denen Menschen und Teams unterschiedlich ticken. Im Prinzip sind es zehn Brillen, durch die Menschen dieselbe Situation unterschiedlich sehen.
Nicht am Können. Nicht am Wollen. An der einen Wahrheit, die jeder für sich beansprucht. Diese Keynote nimmt Deinen Leuten das Rechthaben weg, ohne dass es wehtut, und gibt ihnen etwas Besseres zurück: die Neugier auf die Sicht des Anderen. Niemand hat recht, sondern alle eine Perspektive.
Danach trennen Deine Leute zwischen Fakten und Annahmen und streiten über Lösungen statt über die Wahrheit.
In Matrix, Projekt und Wandel führst Du Menschen, denen Du nichts anweisen kannst. Wer hier mit Druck arbeitet, verliert. Wer die Perspektive des Anderen versteht, gewinnt sie. Diese Keynote zeigt, wie.
Danach überzeugen Deine Leute ohne Weisungsbefugnis, weil sie zuerst die Perspektive des anderen verstehen.
Die meisten Teams versuchen, Unterschiede auszugleichen. Die Besten nutzen sie. Diese Keynote macht aus Persönlichkeit, Kultur und Temperament keinen Störfaktor, sondern den Motor.
Danach liest Dein Team Unterschiede als Stärke, statt sie zu glätten.
Alle hören dasselbe, und doch versteht jede Person etwas anderes. Die Klarheits-Linse entlarvt vermeintliches gemeinsames Verständnis als das, was es oft ist: blosses Einverständnis. Drei Schritte, je drei Fragen, die Melissa beim HR-Profi der WEKA Business Medien veröffentlicht hat.
Die drei Schritte lauten wie folgt:

Was wissen wir wirklich? Trenne, was entschieden und schwarz auf weiss ist, von dem, was alle nur annehmen.
Wo sind die Lücken? Aufgaben, Prozess, Kommunikation. Lücken verschlucken Zeit, Geld und Nerven.
Was wirkt im Hintergrund? Unausgesprochene Erwartungen, Ängste und Glaubenssätze, die jede Entscheidung färben.
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Fundamentaler Attributionsfehler: Wir verwechseln den Charakter eines Menschen mit seiner Situation und übersehen dabei das Einzige, das wirklich zählt: Was sieht der andere, das ich nicht sehe?

Jede Keynote steht für sich, gemeinsam bilden sie das gesamte Modell ab. Der Anschluss nach der Keynote ist immer derselbe Dreischritt:
Die Augen gehen auf
Beispielsweise auf den zehn Dimensionen
Gezielte nächste Schritte